Jeetzeschule Salzwedel (JiS) trifft Naturerbeverein: Kopperationen geplant

Im Rahmen Ihrer Projekttage machten die Kolleg*Innen der von uns auf Grund ihres pädagogischen Ansatzes sehr geschätzten Jeetzeschule aus Salzwedel einen Zwischenstopp am ehemaligen Trafoturm in Schrampe. Mit Unterstützung der Turmbesitzerin und Galeristin Anna-Zorra Bölke betreibt unser Verein dort einen Eulenhorst. Die Eulen und ihre zweite Brut des Sommers 2020 waren zu dieser Tageszeit natürlich nicht zu sehen. Dafür gab es einen spannenden und kreativen  Austausch zwischen den Schulvertretern und unserem Vereinsvorsitzenden Ulf Müller. Das Ergebnis kann sich sehen lassen, denn es wurden einige Ideen für mögliche Kooperationen auf den Weg gebracht. Diese reichen von der Unterstützung bei Geo-Tagen der Natur, über die Durchführung eines Waldcamps, ein Insektenmonitoring mit Hilfe der JiS-Schüler, eine ökologische Gartenumgestaltung bis hin zum koordinierten Austausch mit Öko-Landwirtschaftsbetrieben der Region. – Wir setzen alle Hebel in Bewegung, um hier unsere gemeinsamen Kräfte im Sinne des Natur- und Umweltschutzes zu bündeln.

Danke an Anna, die für uns den Turm geöffnet hat und uns und den JiS-Gästen auch ihre Handwerkskunst präsentierte. Mehr von ihren Arbeiten findet Ihr auf ihrer Homepage an dieser Stelle! Auch unsere Vereinsmitglieder Anja Cioch und Frank Platte unterstützten das Treffen in Schrampe.

Ein Trostpflaster für die Gäste: In unserem Eulen-TV könnt Ihr das Leben der Schleiereulen aus Liesten aktiv mitverfolgen!

Eulen Monitoring

Am 19.06.20 und 25.06.20 haben Mitglieder unseres Vereins in zwei Etappen das Eulen Monitoring in den umgebauten Trafohäusern durchgeführt. Das heißt, sie haben in die Eulenkästen geschaut und festgestellt, ob und wenn ja wie viele Jungeulen sich dort befinden.

Am ersten Tag war Mario Firla aus Havelberg zur Unterstützung und Betreuung mit vor Ort, der die Jungeulen beringt hat. Dabei haben die jungen Vögel kleine Metallringe um den Fuß bekommen, auf dem eine Zahl steht, um sie immer wieder zu erkennen. An diesem Tag wurden 8 Trafohäuser geschafft und insgesamt 27 Eulenjunge gezählt. Jeder einzelne ist bewohnt. Von den 27 Jungvögeln wurden 16 beringt, denn die anderen waren noch zu klein. In drei Objekten wurden sogar Turmfalken entdeckt.

 

An Tag zwei war Mario Firla leider nicht mehr dabei, weshalb keine Eulen beringt werden konnten. Trotzdem wurden an diesem Tag 6 weitere Türme untersucht und 25 weitere Jungeulen gesehen, wieder ist jeder Turm bewohnt.

Wir sind ganz aus dem Häuschen, dass unsere Trafohäuser so gut angenommen werden. Mit einer 100%igen Eulen und Jungeulen Rate hatten wir nicht gerechnet. Wir werten dieses Ergebnis als vollen Erfolg und als Zeichen, wie wichtig unsere Arbeit als Naturschutzverein ist.

Wir möchten uns an der Stelle bei allen Beteiligten am Umbau und Erhalt der Trafohäuser als Lebensraum, den Eulen-Zähler*innen und natürlich auch Mario Firla bedanken. Wir hoffen, dass alle kleinen Jungeulen auch ausfliegen werden und freuen uns schon auf das nächste Mal.

Hier findet ihr noch eine genaue Übersicht, wie viele Eulen in welchem Turm wohnen:

Liesten: 6 Euleneier – zuvor lebten im Eulenkasten Turmfalken, von denen 2 Junge von den Eulen gefressen wurden und 3 ausgeflogen sind.

Ladekath: 5 Jungeulen – alle wurden beringt

Rademin: 2 Jungeulen – Leiter war leider zu kurz, um sie zu beringen

Vissum: 6 Jungeulen – zu jung zum Beringen

Molitz: 4 Jungeulen, 1 Ei – schon sehr groß und kurz vorm Ausfliegen

Heiligenfelde: 4 Jungeulen – 2 schon etwas größer und 2 noch etwas kleiner

Zühlen: 3 Jungeulen – 2 ältere und eine jüngere

Thielbeer: 4 Jungeulen – noch sehr jung

Kläden Ortsmitte: 4 Jungeulen – alle beringt

Kläden Ortsende: 4 Jungeulen – alle beringt; 2 Turmfalkenjunge – schon zu alt zum Beringen

Schrampe: 3 Jungeulen – noch viel zu jung zum Beringen; mindestens 1 Turmfalke

Zießau: 3 Jungeulen – alle beringt, schon so alt, dass möglicherweise schon einige ausgeflogen sind

Mehrin: 6 Jungeulen – noch sehr klein

Pretzier: 4 Jungeulen

Was quiekt da im hohen Gras?

Als der Chef Ulf der FÖJlerin Jolien die Pflege einer Hecke am Bahndamm zwischen Kassuhn und Schernikau ans Herz legen wollte, gab es einen Anblick, der sich beiden noch nicht geboten hatte. Beim Stapfen durch das hohe Gras ertönte auf einmal ein erschrockenes „Quiek!“ und Chef und FÖJlerin blieben wie erstarrt stehen. Fragend schauten sich beide nach dem Ursprung des quieckens um, bis Ulf die Entdeckung machte: ein kleines Rehkitz lag versteckt unter den langen Halmen und hatte sich vor den nahenden Schritten erschrocken. Sogleich zückte Jolien ihr Handy, um diese überraschende Entdeckung bildlich festzuhalten. Kurz haben sich Chef und FÖJlerin noch über das kleine niedliche Tier gefreut und es dann – wahrscheinlich mit dem Schock seines Lebens – wieder versteckt im Gras in Ruhe gelassen.

Das Ergebnis der Überraschung ist nun dieses Foto an dem ihr euch erfreuen könnt. Ein kleines unerwartetes Highlight.

Falls ihr mal eine solche Entdeckung machen solltet: Vergesst nicht, dass ihr das Kitz nicht berühren dürft! Sonst nimmt es euren Geruch auf und wird von der Mutter nicht mehr angenommen.

Unsere Vereinsfahrt 2020

Wir hatten schon gedacht, dass es aufgrund der Corona-Lage nichts wird, aber es hat geklappt: vom 05.06.2020 bis 07.06.2020 hat unsere diesjährige Vereinsfahrt stattgefunden. Zwar mussten wir wegen der Situation vom geplanten Prebelow nach Ravensbrück wechseln und auf einige Hygiene-Regeln achten, aber das hat uns nicht gestört, denn auch so haben wir ein sehr schönes Wochenende verbracht. Bei einem gemeinsamen Spaziergang durch Wald und Wiesen haben wir die Sonne genossen und einen Fischadler Horst entdeckt und beobachtet. Im Anschluss sind wir zusammen essen gegangen. Abends haben wir uns mit Grillzeug, Salaten und Brot selbst versorgt und den Tag bei Feuerschale und Gesprächen ausklingen lassen. Obwohl die Stimmung stets heiter und lustig war, wurden wir zwischenzeitlich etwas ruhiger und nachdenklich, denn direkt neben unserer Jugendherberge befand sich die Gedenkstätte von Ravensbrück und die Überreste des ehemaligen Frauen Konzentrationslagers. Viele von uns haben die Möglichkeit genutzt die Mahn- und Gedenkstätte zu besuchen und den Opfern des Nationalsozialismus zu gedenken.

Auf dem Rückweg haben einige von uns am schönen, klaren Stechlinsee Halt gemacht und dort noch etwas Zeit verbracht. Danach ging es auch schon wieder nach Hause. Unsere Vereinsfahrten sind jedes Jahr aufs Neue etwas Besonderes und bringen die Leute aus unserem Verein näher zusammen. Vor allem dieses Jahr haben wir uns über das große Interesse an der Teilnahme gefreut.

Wir danken allen, die mitgekommen sind, für das tolle Wochenende und freuen uns schon aufs nächste Jahr! (Hoffentlich dann ohne Krankheitsrisiko…)

Bis dahin – bleibt gesund und munter!

Viele Grüße vom Orga-Team

Ulf Müller, Jim Brose und Jolien Kettmann

Weitere Fotos findet ihr in der Bildergalerie Vereinsfahrt 2020 Ravensbrück.

Turmfalken-TV ?!

die Eier des Turmfalkenpärchens

Wer fleißig das Eulen-TV auf unserer Seite verfolgt wird sich vielleicht gewundert haben warum die Schleiereulen so anders aussehen, bis die Erkenntnis kommt, dass es gar keine Eulen sind – denn dieses Jahr haben sich Turmfalken in das ehemalige Eulen-Zuhause eingenistet, um dort ihr Brutgeschäft abzuhalten. Im März erhielten wir noch die freudige Nachricht eines eifrigen Eulen-TV-Verfolgers, dass wohl bald Eulen Nachwuchs zu erwarten sei und nun ist von dem aktiven Pärchen nichts mehr zu sehen. Wir sind aber sicher, dass uns die neuen Bewohner genauso viel Freude bereiten werden.  Dank unseres Kameramanns Ulrich Keitel wurde die Webcam neu ausgerichtet, sodass wir die Falken besser sehen können. Nun können wir wohl jedes Jahr aufs Neue gespannt sein, wer in das Nest einzieht und ob es Eulen- oder Turmfalken-TV zu sehen geben wird.

Präsentation der Trafohäuser

In Absprache mit Vereinsvorsitzendem Ulf Müller hat sich unsere FÖJlerin dem Projekt angenommen, alle unsere bisher umgebauten Trafohäuser in eine Präsentation zu bringen. Also ist sie einen Tag lang quer durch die Altmark gefahren, um sowohl von außen als auch von innen Fotos von den Objekten zu machen. Dabei hat sie auch nach Hinweisen möglicher tierischer Bewohner gesucht und einiges entdeckt. Das Ergebnis ihrer Arbeit findet Ihr nun in Form einer „Slide Show“ unter Projekte > Trafohäuser.

Wir wünschen Euch viel Spaß damit!

Ostern in der Natur

Unser Vereinsvorsitzender Ulf Müller hat sich über das Osterfest zwei Tage in den Bauwagen und die Natur zurückgezogen, um zu jeder Tageszeit auf Pirsch in den Wald zu gehen. Davon hat er einiges zu berichten…

„Das Frühlingserwachen war überall hör- und sichtbar.

Bei Nacht war erst ein herrlicher Sternenhimmel zu besichtigen und dann warf der Vollmond ein tolles Licht auf das Feuchtbiotop. Wunderbar im Bett zu liegen und durch das Fenster bei diesem besonderen Licht in die Natur zu schauen. Den Sound zu dem Naturfilm lieferten Rehböcke und der Waldkauz in unmittelbarer Nähe des Bauwagens.

Zu Sonnenaufgang ging es dann bei Frost gleich wieder in den Wald. Über Schernikau färbte sich der Himmel orangerot. Unter dem Nebel auf der Wiese tobte ein Hasenpärchen durch das Gras. Die Vögel übertrafen sich beim Wettsingen und die Spechte trommelten durch den Wald. Auf einer Wanderung entlang des Grabens entdeckte ich zwischen zwei Bäumen versteckt ein Amselnest mit vier Eiern.

Folgende weitere Tiere waren auf der Wiese und im Wald unterwegs:

  • ein Pärchen Schwäne
  • Nielgänse
  • Graugänse
  • Schwarzspecht
  • Buntspecht
  • Nutria
  • Aurorafalter
  • Tagpfauenauge
  • Kleiner Fuchs
  • Blaumeise
  • Kohlmeise
  • Rotkehlchen
  • Rotmilan
  • Fuchs

… und noch andere mehr.

Das war nicht mein letzter Aufenthalt im Frühjahr an diesem herrlichen Flecken Natur.“

Ulf Müller, 22.04.20

Weitere Impressionen findet Ihr in der Bildergalerie Ostern in der Natur 2020.

Absage aller Treffen im April und Mai

Liebe Freund*innen,

aufgrund der aktuellen Lage haben auch wir uns entschieden sämtliche geplante Treffen, Versammlungen und Veranstaltungen im April und Mai abzusagen. Das betrifft auch die Mitgliederversammlung, die im Mai stattfinden sollte. Unsere neu angelegten Projekte erfahren natürlich auch unter den gerade herrschenden Bedingungen die notwendige Zuwendung und Pflege. Über weitere Aktionen halten wir Euch trotzdem auf dem Laufenden. Um Euch das Zuhausesein etwas zu verschönern schaut gern mal bei unserem Eulen-TV vorbei, denn das Eulenpärchen ist momentan sehr aktiv. Bis alles wieder seinen normalen Gang geht bleibt nur zu sagen: bleibt gesund und passt aufeinander auf.

Liebe Grüße vom Vorstand des Naturerbeverein Vissum e.V.

Obstbäume zum Jubiläum

Im letzten Jahr hat der Naturerbeverein Vissum e.V. der Grundschule Fleetmark zu ihrem 60-jährigen Bestehen einen Gutschein für zwei Obstbäume geschenkt. Am 17.03.20 haben wir dann einen Apfelbaum der Sorte Elstar und einen Birnenbaum der Sorte Die Köstliche von Charneux in den Schulgarten der Grundschule gepflanzt. Leider musste die Aktion aufgrund der Schulschließungen ohne die Kinder erfolgen. Trotz alledem können sich die Kinder hoffentlich in ein paar Jahren an den Früchten erfreuen.

Kirsten Körting und Knut Watermann pflanzten zusammen mit FÖJlerin Jolien Kettmann die beiden Bäume

Der Frühjahrsaktionstag 2020

Am 14.03.20 um 9:30 Uhr haben sich über 20 Personen, sowohl Vereinsmitglieder als auch interessierte Helfer*innen, in Vissum getroffen, um in der Natur aktiv zu werden. Nach einer herzlichen Begrüßung durch unseren Vorsitzenden Ulf Müller ging es zu Fuß in Richtung der Streuobstwiese bei Vissum, wo bei strahlendem Sonnenschein 4 Obstbäume nach- und 2 Obstbäume neugepflanzt wurden. Außerdem ist eine Hecke, bestehend aus 90 Pflanzen, entstanden, die die Bäume in Zukunft vor Wind schützen soll. Außerhalb der Streuobstwiese gab es 2 Obstbaumnachpflanzungen an den Obstbaumalleen bei Vissum, 3 Neupflanzungen auf dem Osterfeuerplatz in Vissum und eine Nachpflanzung am Rademiner Weg.

Doch diese Aktionen rund um Vissum waren noch lange nicht die einzigen, die an diesem Samstag stattgefunden haben. Zeitgleich gab es eine Obstbaumpflanzaktion in Kaulitz mit 20 Bäumen und auch wieder eine große Pflanzaktion auf dem Gelände des Forest Jump e.V. bei Pretzier. Dort wurden 54 Bäume in die Erde gelassen und eine Hecke aus 100 Gehölzen gepflanzt.

Alle drei Aktionen wurden unter gemeinsamer Absprache und gegenseitiger Unterstützung zwischen den Leuten aus Kaulitz, dem Forest Jump e.V. und dem Naturerbeverein Vissum e.V. durchgeführt, was uns allen sehr gefallen und geholfen hat. Nur durch diese enge Zusammenarbeit konnte alle für den Tag geplanten Pflanzungen realisiert werden. Zum Abschluss war der Treffpunkt für alle drei Aktionsorte in Kassuhn auf dem Hofe Müller, wo Gulasch, vegane Suppe und Getränke für die fleißigen Helfer*innen bereit standen. An der Feuerschale, mit vollem Magen und einem Getränk in der Hand ließen wir den Tag bei guten Gesprächen ausklingen. An der Stelle möchten wir uns bei allen Beteiligten bedanken, besonders bei der Agrarerzeugergemeinschaft Pretzier, Tischlerei Loth, Stiftung (S.U.N.K.), den beiden Landwirten Knut Watermann und Dirk Müller und natürlich bei allen Freund*innen und Helfer*innen. Ohne Euch wäre den Tag nichts gelaufen!

Bis zum nächsten Aktionstag im Herbst!

Der Vorstand des Naturerbeverein Vissum e.V.

Noch mehr Bilder vom Tag findet Ihr in unserer Bildergalerie.

Fotos: Ulf Müller und Jolien Kettmann