Paul Meitz wurde am 4. März 1935 in Eichhorn (Ostpreußen) geboren, wo seine Familie als Erbhofbauern verwurzelt war. Der Zweite Weltkrieg und die Vertreibung rissen ihn aus dieser Heimat; die Familie fand im niedersächsischen Dorf Ahlten, Landkreis Hannover, eine neue. Dort erlernte er das Tischlerhandwerk bei der Bundesbahn und schlug schließlich eine Beamtenlaufbahn ein. Am 10. Oktober 1959 heiratete er Angelika Brecht; aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor.
Neben dem Berufsleben prägte eine tiefe Leidenschaft für die Natur, insbesondere die Vogelkunde. Dieser Leidenschaft widmete er sein gesamtes Wirken. Diese Begeisterung führte ihn zur freien Mitarbeit bei der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, wo er erstmals begann, seine Beobachtungen in Foto- und Textdokumenten festzuhalten.
Der Weg in die Altmark
1995 trat Paul Meitz in den Ruhestand und zog nach Binde in die Altmark – eine Landschaft, die ihm mit ihrer weitgehend unberührten Natur sofort ans Herz wuchs. Schon bald erschienen seine ersten Naturbeiträge in der Volksstimme, der er über 15 Jahre als freier Mitarbeiter treu blieb. Sein Schwerpunkt: Tier- und Naturbeiträge sowie die Dokumentation der kulturellen und baulichen Zeugnisse der Region.
Zu seinen bekanntesten Serien in der Volksstimme zählen:
• „In altmärkischen Dorfkirchen entdeckt“
• „Baudenkmäler der Altmark“
• „Mit offenen Augen durch die Natur“
Engagement und Ehrungen
Paul Meitz war nicht nur Beobachter, sondern Akteur: Als Beauftragter für Naturschutz und Landschaftspflege brachte er sich weit über die Grenzen der Altmark hinaus ein. Sein ehrenamtliches Wirken wurde mehrfach gewürdigt.
Beim 4. Arendseer Frühlingswirtschaftsempfang im März 2014 erhielt er als Einzelperson den Kunst- und Kulturpreis der Stadt Arendsee. Thomas Schlicke, Vorsitzender des Kulturausschusses, hob in seiner Laudatio hervor, dass Meitz die ehrenamtliche Arbeit vor Ort nicht nur mitgestalte, sondern sich darüber hinaus überregional im Naturschutz engagiere. Als Ausdruck besonderen Respekts durfte er sich in das Goldene Buch der Stadt Arendsee eintragen.
Darüber hinaus wurde er mit dem Umweltpreis des Naturerbevereins ausgezeichnet (az-online berichtete).
Vermächtnis
Paul Meitz hinterlässt ein reiches Werk: Hunderte von Zeitungsbeiträgen, Fotodokumente der altmärkischen Natur, Kirchen und Baudenkmäler sowie ein gelebtes Beispiel dafür, dass Heimatliebe und Naturschutz keine Gegensätze sind, sondern einander bedingen.
Weiterführende Quellen
• Volksstimme: „Paul Meitz“ – Vorstellung als freier Mitarbeiter (2010) → volksstimme.de
• Volksstimme: „Wirtschaft ist der Maschinenraum der Gemeinde“ – Preisverleihung beim Arendseer Frühlingsempfang (2014) → volksstimme.de
• Altmark-Kirchen: Todesnachricht → altmark-kirchen.de
• AZ Online: Umweltpreis Naturerbeverein → az-online.de

